Zensursula und der Schwachsinn der Websperre

zensursula-1133356 – das ist meine Nummer bei der Petition: Internet – Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten. Doch, auch ich bin gegen Kinderpornografie und deren Verbreitung. Ich bin allerdings gegen Zensur und die Pseudosperre von Seiten, die über kurz oder lang mit Sicherheit ausgeweitet werden wird. Die Gefahr ist groß, dass auch unbedenkliche Webauftritte zukünftig gesperrt werden. Zudem ist die vorgesehene Sperre ein Farce, nein vielmehr ein “nichts sehen, nichts hören, nichts sagen”. Wir lassen die Angebote weiter bestehen, tun aber so, als seien sie nicht da. Was soll das? Den Kindern ist damit nicht geholfen.

Wie sieht die Zensur aus?

Sperren will man die entsprechenden Webseiten anhand einer Zensurliste die das BKA erstellt und an die Provider verteilt. Gesperrt wird hierbei die Domain über den Eintrag im Domain Name System, kurz DNS genannt. Quatsch hoch drei! Wie will ich die Verbreitung von Kinderpornografie vermeiden, wenn ich die Haustür zunagele, aber jeden weiterhin durch Fenster und Hintertür hineinlasse? Das ist ein völlig falscher Ansatz.

Die Websperre umgehen

Es ist nichts leichter, als eine DNS-Websperre zu umgehen. Dafür ist noch nicht einmal ein Aufwand von einer Minute notwendig. Man ruft einfach im PC in der Systemsteuerung Verbindungen auf und öffnet die Eigenschaften des Eintrags zur Internetverbindung auf. Das TCP/IP Protokoll aufrufen und die Option DNS-Server aktivieren. Hier kann man nach Gutdünken einen Open DNS-Server eintragen. Schluss mit Websperre.
Ein noch einfacherer Weg ist die direkte Eingabe der IP-Adresse der gewünschten Domain in der Adresszeile des Browsers. Meine lautet zum Beispiel 62.75.219.249. Die IP funktioniert deswegen, weil nicht erst die Domain über den DNS-Server entschlüsselt werden muss. Die IP einer Domain lässt sich leicht über Browser Add-ons wie zum Beispiel SeoQuake für den Firefox ersehen. Also ist die DNS-Sperre ein absoluter Unsinn.

Was sollte die Regierung tun?

Wenn möglich den Urheber des Webauftrittes dingfest machen und die Seite löschen. Alles andere macht doch wirklich keinen Sinn. Das Geld, das bisher für die Zensurgeschichte aufgewendet wurde, hätte die Regierung besser in eine “Sondertruppe gegen Kinderpornografie gesteckt”. Es gilt die Urheber und die “Konsumenten” auszumerzen. Damit wäre auch den betroffenen Kindern geholfen.

[Grafik via generation zweinull]

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2 Antworten zu “Zensursula und der Schwachsinn der Websperre”

  1. Ich bin ja echt mal gesapnnt wied die Geschichte ausgeht. Ob es denn wirklich so kommt. Hoffen wir es nicht.

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