Damit wären wir beim zweiten Beitrag der Serie “Erfolgreich bloggen” und der wohl schwierigsten Frage. Wie definiert man ein erfolgreiches Blog? Woran misst man den Erfolg? Hier gibt es meiner Ansicht nach mehrere Faktoren, welche sowohl alleine, wie auch gemeinsam ein Zeichen des Erfolgs darstellen. Meine ureigene Einstellung zum Erfolg werde ich am Ende des Beitrags erläutern.
Der Traffic eines Blogs
Der Traffic wird den meisten beim Thema Erfolg zuerst in den Kopf schießen. Er ist das augenscheinliche Merkmal für Erfolg. Ein Blog mit 3000, 4000 und mehr Besuchern am Tag ist eindeutig erfolgreich. Ich selbst finde solche Besucherzahlen immer wieder aufs Neue beeindruckend. Um ein paar Beispiele zu nennen, fallen mir da unmittelbar das Meinungsblog, Meetinx oder auch Selbstständig im Netz dazu ein. Alle drei haben sehr beeindruckende Mediadaten vorzuweisen.
Die Anzahl der Feedleser
Der zweite Aspekt ist die Anzahl der Feedleser. Ein Blog, welches viele Stammleser für sich gewinnen kann, ist ebenfalls erfolgreich. Eine hohe Anzahl an Stammlesern ist eindeutig ein Zeichen für guten Content und spricht für Beständigkeit. Ist ja im Grunde auch logisch. Hat man einen Feed wegen eines guten Artikels abonniert und anschließend kommt nur noch Mist, schiebt man ihn schnell wieder in die Sandbox und später löscht man ihn ganz. Das Blog würde somit keine Stammleserschaft aufbauen. Eine imponierende Fangemeinde zeigt zum Beispiel der Counter von Martin Gommels Blog Kwerfeldein. Über 10.000 Feedabonnenten ist für ein deutsches Blog eine gewaltige Schlagzahl.
Die Menge der Kommentare
Die Anzahl der Kommentare ist dann der letzte Punkt in meiner Liste. Kommentare gelten in meinen Augen als eines der Kriterien, die ein Blog überhaupt erst ausmachen. Ohne Kommentare wäre ein Blog nur eine leblose Website, wie Millionen andere auch. Erst die Diskussionen, Unterhaltungen etc., erwecken ein Blog zum Leben. Je mehr Aktion im Kommentarbereich stattfindet, umso erfolgreicher das Blog.
So sehe ich persönlich den Erfolg (m)eines Blogs
Die Punkte, die ich eben beschrieben habe, sind Faktoren, welche den Erfolg nach außen hin zeigen. Jeder für sich ist ein alleinstehendes Merkmal, wenn mehrere gemeinsam zutreffen, ist das natürlich besonders schön.
Für mich selbst ist Erfolg auch immer unweigerlich mit einer Zielsetzung verbunden. Erst wenn ich mir ein Ziel gesetzt habe, welches ich erreiche, kann ich von Erfolg reden. So habe ich mir am Anfang dieses Jahres 500 Besucher/ Tag bis Jahresende vorgenommen. Das Ziel habe ich mehr als erreicht und kann somit meinen ganz persönlichen Erfolg verbuchen. Auch meine Erwartungen bzgl. der Zahl der Feedleser und Kommentare wurde mehr als übertroffen.
Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass Erfolg nicht immer nach außen hin sichtbar sein muss. Der Besucher mag dein Blog nach Traffic, Alexaranking oder Seitwert.de bewerten. “Wow, der hat 6000 Besucher am Tag!” oder “Mann, das Blog hat 60 Punkte bei Seitwert!” Viel wichtiger hingegen ist dein ganz eigenes Empfinden von Erfolg. Man sollte sich erreichbare Ziele setzen, denn das Erfolgerlebnis tut dir und auch deinem Blog gut.
Ich hoffe, ich war jetzt nicht zu philosophisch
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Anmerkung: Nein, den Google Pagerank habe ich nicht vergessen. Er ist in meinen Augen nicht relevant. Er kommt bestenfalls zur Bewertung bei Linkverkäufen zum Tragen…
myKIC Küchen-Informations-Center - Blogparade mit Gewinnspiel
Goodbye Blogosphäre
2. Platz bei der workaBLOGic Bundesliga 2011
Vom Bookmarken, Sharen und dergleichen
Post aus Berlin - Danke an Gilly
Die "Über-Seite" - Visitenkarte des Bloggers
Sehr schöner Artikel. Ich definiere meinen ‘Blogerfolg’ hauptsächlich über die Feedleser. Die Zugriffszahlen hängen IMHO zu viel von den Suchmaschinen, insbesondere Google, ab.
Ich weiß, welche ‘Probleme’ mein Blog hat: zu viele nicht relevante Artikel. Jedoch fehlt es mir einfach an der Zeit qualitativ hochwertigere Beiträge zu schreiben.
Ich stimme Dir voll und ganz zu.
Darf ich einen Wunsch äußern? Ich wünsche mir eine für mobile Geräte – ich denke da in erster Linie an das iPhone – optimierte Zusatzansicht Deines Blogs. Lässt sich ganz simpel über ein Plugin realisieren.
Wie Du schon sagst, nicht allein der Traffic macht es aus. Traffic kann ich auch über viele Arten recht schnell, sehr hohen bekommen, nur was nutz eim dieser? Die Gesamtheit macht es eben aus Traffic, Feedlesern, Kommentare… Es kommt allerdings auch ein wenig auf die Art des Blogges an und die (wenn vorhanden) Vermarktung des selbigen. In manchen Fällen ist dann der pure Traffic doch wichtig. Aber für mich persönlich ist ein erfolgreicher Blog, ein Blog der “lebt”. Und leben tut er eben nur durch andere User und ihren Kommentaren.
Ich finde auch das Feedback der Leser recht wichtig, Traffic ist toll, aber wenn niemand reagiert, macht das Schreiben irgendwie keinen Spass..
Und einen Punkt hast Du vergessen, Erfolg misst sich auch an Einnahmen. Gerade bei denjenigen die das nur fürs Geld machen, gibt es keine wichtigere Erfolgsmessung.
Das ist bei den meisten von uns nur ein Unterpunkt, aber immer noch irgendwie wichtig..
Und dann natürlich das hier:
http://www.meinungs-blog.de/das-meinungs-blog-ist-117-mio-euro-wert/
Schöner Artikel, allerdings hast du die Backlinks vergessen. Diese sind ein zeichen für die allgemeine Relevanz bzw. Akzeptanz des Blogs in der gesamten Blogosphere.
Klasse Artikel. Mehr ale 500 Besucher täglich hast du? Also ich finde, das kann sich doch sehen lassen. Ähm, und vergiss den Pagerank. Soviel ich in letzter Zeit wiederholt gelesen haben wird der sowieso abgeschafft. Zumindet im Webmastertool ist er nicht mehr enthalten.
Britt und ich haben gerade entschieden, dass man beim Kackblog den Erfolg gar nicht messen kann, weil er im Herzen unserer Leser entsteht. *schneuz*
Es ist doch immer wieder schön, wenn man zufrieden ist mit seinem Blog und ich finde das ist auch ein Faktor, an dem man den Erfolg seines Blogs messen kann. Es gibt viele, die schon nach den ersten Monaten wieder die Flinte ins Korn werfen, weil sie keine Ausdauer. Aber bis sich der Erfolg einstellt ist eine lange Durststrecke. Aber ist der Blog erst einmal in die Gänge gekommen, dann geht vieles auch schon von alleine ohne das man groß was machen muss.
Viele Grüße
Thomas
@all: Danke für das positive Feedback
@Torsten: Das Problem Zeit hat mich auch eingeholt. Täglich Content ins Blog zu stellen geht längst nicht mehr. Ich bin schon froh, wenn ich 2-3 Beiträge in der Woche schreiben kann.
@Dirk: Ich bin deinem Wunsch nachgekommen. Gestern Abend habe ich WPtouch installiert. Verwendet hattet ich es schon mal, aber damals flog es wieder runter, da es die Ladezeiten des Blogs verlängert hatte.
Mein Herz schlägt auch für die Kacke *taschentuch rüber schieb*
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@Markus: Da gebe ich dir auch recht. Es kommt immer auf den Blogger selbst an. Wenn er nur reinen Traffic möchte und den hat, ist es gut. Aber “Leben” hat ein Blog dadurch noch nicht
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@Matthias: Ohne Feedback wäre es für mich auch öde und ich hätte das Bloggen wohl längst aufgegeben.
Oups, der Punkt Einnahmen ist mir jetzt glatt entgangen, mea culpa. Das ist natürlich auch ein sehr wichtiges Kriterium, um den Erfolg zu messen.
Du bist jetzt Millionär? Denk bitte an deinen Blogassistenten und die Bambushütte am Strand
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@Gilly: Die Backlinks habe ich ganz bewusst ausgelassen. Sie lassen sich zu leicht beeinflussen und müssen nicht zwingend ein Zeichen für Erfolg sein.
Ein Beispiel: Ich betreibe für 2 Monate ein Blog und habe in der Zeit 30 Beiträge geschrieben. Die Lust am Bloggen habe ich verloren. Jedoch fühle ich mich in der Blogosphäre sehr wohl und kommentiere täglich mit meiner URL auf vielen Blogs. Nach einem Jahr habe ich reichlich Backlinks, aber ein erfolgreiches Blog nicht.
So weit mein Gedanke warum ich die Backlinks in dem Zusammenhang nicht im Artikel aufgenommen habe.
@Nila: Immer häufiger hüpft der Graph bei Google Analytics sogar über die für mich magische 1.000. Das macht schon Freude
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Na ja, der PR ist eh nicht so wichtig. Schön wenn man ihn abschafft
. Er ändert nichts am Ranking in den SuMas oder bringt sonst etwas positives, außer einen besseren Preis bei Linkverkäufen. Wenn man einen guten PR hat, ist das schön in der Toolbar anzusehen, mehr aber auch nicht.
hombertho: Die eigene Zufriedenheit ist wichtig. Daher sind mir persönlich auch erreichbare Zielsetzungen wichtig, da man sonst schnell enttäuscht werden könnte.
Zu Beginn meines Blogs hatte ich einige neue Blogs in meiner Blogroll, die nach 2-3 Monaten wieder tot oder gar nicht mehr online waren. An die URLs kann ich mich nicht einmal mehr erinnern. Ausdauer ist nicht jedem gegeben.
*offtopic* Alter, ich gratuliere dir zum Kauf der D700! Das hast Du jetzt ein Hammerteil
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Hallo Andreas,
ich weiß, es passt nicht gerade zum Thema, aber ich wollte fragen, ob du nach einiger vergangener Zeit nochmal eine kurze Auswertung der Besucherzahlen, der Einnahmen und den Rankings deines Blogexperiments machen könntest? Das würde mich sehr interessieren und freuen. Vor allem auch die Rankings, denn ich habe mir mal die Backlinks angesehen und die sind weder besonders stark noch zahlreich. Würde mich wirklich freuen! Achja, du musst diesen Kommentar nicht veröffentlichen, ich war nur zu faul eine E-Mail zu schreiben
Beste Grüße
Filip
Die Zahlen der Feeduser sind aber leider nicht immer richtig, denn die werden auch gezählt wenn ich mit meinem Reader meine Feeds abfrage. Hier sollte es eigentlich auch einen bessere Methode geben. Die Blogcharts haben ja auch auf Icerocket umgestellt und 10.000 Feedleser bedeutet nicht gleich das auch täglich 10.000 User (mindestens) auf deinen BLog kommen. Hier sollte noch nachgebessert werden, meiner Meinung nach.
hehe, daran denke ich auf jeden fall wenn die erste million da ist (bloghütte)
Übrigens, hab Dich für den Kretiv Blogger Award nominiert:
http://www.meinungs-blog.de/kreativ-blogger-award/
Erfolgreich Blogs sind solche mit vielen Besuchern und sehr vielen Kommentaren. Außerdem sind erfolgreiche Blogs diejenigen, die sich sichtbar weiter entwickeln, also quasi auf dem Weg zu der Kategorie sind, die ich in meinem ersten Satz beschrieben habe.
@all: Erst einmal ein großes Sorry für mein spätes Feedback. Die Woche war stramm und das Blog habe ich die vergangenen Tage nur zwischendurch über das iPhone verfolgt.
@Filip: Ne, die Frage ist schon in Ordnung, so eng sehe ich das hier nicht. Das Experiment ist für mich abgeschlossen. Näheres wird es dazu im nächsten Beitrag der Serie geben. Gedulde dich noch ein wenig
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@Carsten: Ganz korrekt sind die Zahlen wohl nicht. Die Anzahl schwankt ja auch stark, je nachdem wie viele Leser den Feed am Tag gelesen haben.
Hatten die Blogcharts nicht vorher Technorati als Bezug für das Ranking? Icerocket kenne ich selbst nicht
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@Matthias: Genial, die “Bloghütte”!
Uiiiii, Vielen Dank für die Nominierung. Den Artikel werde ich gleich lesen
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@Horst: Die sichtbare Entwicklung ist wirklich treffend! Warum ist mir das nicht beim Schreiben des Artikels ein- bzw. aufgefallen? *grübel*
Traffic hin oder her! Es ist ein Erfolg, wenn du deinen Lesern eine Information bieten konntest, die ihnen weiterhilft. Auf der Jagd nach Besucherzahlen vergessen das die meisten.
@DonSanchez: Dem Traffic bin ich selbst nicht abgeneigt. Natürlich ist es auch ein Erfolg, wenn man jemanden mit einer Information weiterhelfen konnte
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Klar, geb ich dir völlig Recht! Es wird nur etwas blöd, wenn man dann Blogs sieht die aus lauter “Heeey, die Pornoqueen brennt mit einem Bären durch”-Beiträgen bestehen und diese Beiträge sich wie Lauffeuer über Abertausende derartige Blogs verteilen. Wir produzieren zuviel Information und folglich sehr viel Müll. Wenn wir jetzt CO2-Produktion einschränken, um die Umwelt zu retten, dann müssen wir bald die leeren, sinnfreien Beiträge einschränken, um unsere Psychen zu retten. Dein Blog finde ich definitiv gut – bist mental-freundlich =)
@DonSanchez: Danke dir für das schmeichelnde Lob. So ganz kann ich mich aber nicht dem Vorwurf der Pornoqueen Beiträge entziehen. Auch bei mir gibt es mit Sicherheit Beiträge, die man als Datenmüll abtun könnte. Für einige sind solche Beiträge informativ und für die Mehrheit einfach nur Schrott.
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Es ist nicht immer einfach die Grenze zwischen Trafficartikel und einem reinen Informations- oder eigenem Interesse-Artikel zu ziehen. Es kommt schon manches Mal vor, dass es Überschneidungen gibt. Aber das muss man einfach locker sehen. Sicher gibt es da hier und da einmal auch Kritik von Stammlesern wegen dieser Beiträge, aber damit muss man als Blogger umgehen können
Du sagst es, Andreas. Hängt wieder alles mit der Sozialdynamik zusammen. Hatte gestern noch den Einfall gehabt, dass eine wichtige Wissenschaft der Zukunft die Dynamologie sein wird. Aber darüber schreibe ich lieber eine Artikelserie – es kreisen gerade zuviele Gedanken dazu bei mir im Kopf!