Makroexperimente – Makro-Objektiv im Eigenbau
Gestern war ich wieder in Experimentierlaune. Vor einigen Monaten hatte ich in einem englisch sprachigen Forum einen Beitrag gelesen, wie mit mit zwei Objektiven ein Makro-Objektiv baut. Dazu ist ein Zoomobjektiv und eine Festbrennweite notwendig. Ich habe hierzu mein Sigma 18-200m f/3.5-6.3 DC und mein AF Nikkor 50mm f/1.8D verwendet. Das Zoom wird an die Kamera geschraubt und auf die maximale Brennweite gestellt. Die Festbrennweite muss man ein wenig manipulieren. Es gilt die Blende vollständig zu öffnen und zu arretieren. Dies kann man an dem Blendenmechanismus mit einem kleinen Stück Papier erreichen. Einfach auf offener Stellung mit dem Papier blockieren.
Dann muss man die Festbrennweite in umgekehrter Richtung an dem Zoom montieren. Fertig ist ein tolles Makro-Objektiv im Eigenbau. Zum Verbinden der Objektive gibt es Adapterringe für das Filtergewinde, die man hierfür zweckentfremden kann. Ich selbst habe keine (noch nicht) und so musste ich das Objektiv davor halten. Das ist vom Handling sehr schlecht. Ging aber doch einigermaßen gut. Ungünstig ist dabei, dass die beiden Objektive nicht lichtdicht gegeneinander schliessen. Das sieht man auch an der Qualität der Fotos. Meine Aufnahmen musste ich freihand machen, da ich Kamera und das zweite Objektiv festhalten musste. Bei einer festen Verbindung kann man auf ein Stativ zurückgreifen, was der Qualität der Aufnahmen zu Gute kommt.
Die Schärfeebene ist bei diese “Montage” sehr klein, so dass selbst eine Bewegung der Kamera von 1 mm das Objekt aus der Schärfe nimmt. Mein Modell für das Experiment war eine tot Stubenfliege. Ihr seht es auf dem ersten Foto “normal” aufgenommen mit 200mm Brennweite und ohne Beschnitt. Die folgenden Fotos sind mit dem Eigenbau aufgenommen und etwas beschnitten. Ich war überrascht, dass sie trotz improvisierten Zusammenbau noch recht ordentlich geworden sind. Ich werde mir auf jeden Fall noch ein paar passende Ringe zum festen verbinden der Objektive besorgen. Und hier nun die Monsterfliege
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Nachtrag
Anbei wie von euch gewünscht ein paar Fotos zum Veranschaulichen der Konstellation.
Auf dem Foto sieht man die geschlossene Blende.
Wir wollen aber eine offene Blende.
Dazu einfach die Blende am Mechanismus offen stellen und mit einem Stück Papier blockieren.
Das Zoom an der Kamera auf die größte Brennweite stellen und das 50er Objektiv entgegen der eigentlichen Einbaulage davor halten. Besser wäre eine feste, lichtundurchlässige Verbindung über passende Adapterringe.
Schon hat man ein einfach zusammengebautes “Makro-Objektiv”. Bei Fragen, einfach fragen
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28. Mai, 2009 

















Is das mal geil !!!!!!!!!!!!! Das zweite Foto ist echt der Hammer schlechthin !!!
Whow, genial! Mein persönlicher Liebling ist das letzte Foto – da bekommt man es richtig mit der Angst zu tun!
Klasse Leistung! Jetzt weiß ich, was du Samstag-Vormittag im Keller machst *g*.
Hammergeile Fotos…!!
Kannst Du mal ein Bild reinstellen wie das im Endeffekt dann aussieht (das Objektiv).
Stehe vielleicht auf dem Schlauch, aber kann mir das nicht so richtig vorstellen..
Ja zeig mal ein Bild des Objektivs moregn
Die Bilder sind der Hammer!! Was für einen Abstand hast Du da zum Objekt?
Hammer!!! Wirklich geniale Bilder!
Musste ich doch gleich spontan an den Film mit dem Herrn Goldblum denken
@Rio: Das sind ungeahnte “Einsichten”
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@Kim: Man sollte nicht meinen wie furchterregend so eine kleine Mücke doch sein kann
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@Matthias & Andy: Ich bin eurem Wunsch nachgekommen. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können und ein gleich paar erklärende Fotos hinzufügen können #fail
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@Rennhenn: Den Film kenne ich auch :mrgeen: . Hier siehst Du einen der Nebendarsteller
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@Andy: Sorry, jetzt habe ich dir doch glatt die Antwort zu deiner Frage unterschlagen.
Der Abstand zum Objekt betrug vielleicht 5cm, eher weniger.
Echt Klasse, das bekomm ich mit meinem Makroobjektiv ja nie hin
Muss da nen halben Meter weg…
Hehe, vielen Dank für die Fotos..
Darauf muss man erst mal kommen..
Und dann brauch man noch ein Insekt das sich kaum bewegt und vor dem Monstrum von Objektiv nicht panisch flüchtet
gratuliere zu diesen genialen “super-Macro-Aufnahmen”.
Ich selbst habe mir mal einen sog. “Retroadapter” zugelegt (der ist übrigens bei traumflieger.de in einem Video-Tutorial beschrieben). Damit kannst du das Objektiv direkt am Bajonett befestigen: Es ist quasi ein Bajonett zu Filtergewinde-Adapter. Das Objektiv muss dann nicht zwingend eine Festbrennweite haben.
Etwas kniffliger wird es, den Blendwert zu wählen. ABer auch da gibt es Tricks (für Canon könnte ich es dir hier sagen – jedoch weiß ich nicht, wie es bei Nikon ist).
Für das “offene Objektiv” gibt es dann noch einen weiteren Adapter, damit du einen Filter (als Schutz) davor setzen kannst.
Der von Dir beschrieben Weg ist mir neu – es geht also auch mit “einfacheren Mitteln” – das Ergebnis ist mehr als überzeugend. Was den Artikel anbelangt, so bin ich begeistert. Das hast Du wirklich klasse beschrieben und illustriert!
Mit dem Retro hab ich auch mal Salzkristalle fotografiert. das sind dann fast schon mikroskopische Aufnahmen. Es ist wirklich erstaunlich, was mit der “billigen” Retro-Lösung so möglich ist
Nachtrag:
AN der Canon gibt es eine “Abblendtaste”. Du wählst Du im “M”-Modus eine Blende und drückst die Abblendtaste. Dann schraubst du das Objektiv ab (bei gedrückter Abblendtaste), wobei die Blende des Objektivs dann beibehalten wird. Meines Wissens gibt es da einen ähnlichen Trick für Nikon-Kameras.
@Matthias und Andy: Der Nachteil dabei ist, dass man tatsächlich nur “tote” Dinge fotografieren kann. Es sei denn man betäubt seine Opfer mit Chloroform
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@plerzelwupp: Über Retroadapter habe ich bei meiner Suche nach Step down Ringen und Kupplungsringen auch schon gelesen.
Den Filter für die “Rückseite” des Objektiv muss ich noch suchen. Ich hoffe es gibt etwas Passendes.
Die Abblendtaste gibt es auch bei meiner Nikon. Es funktioniert auch mit der Methode. Ich musste eben allerdings feststellen, dass ich die Blende auch am Objektiv manuell einstellen kann *lol*.
Hallöchen! Ich habe es auch mal mit der Eigenbauvariante probiert aber irgendwie bekomme ich das Motiv nicht scharfgestellt. Ich habe auch eine Nikon D80 und habe es mit dem Nikkor Objektiv 55 – 200 und dem Nikkor 50 mm probiert – hab auf Manuell umgestellt aber warscheinlich habe ich den Abblendwert nicht richtig eingestellt? Bin neu in der Macrofotografie und wäre für Tipps dankbar! Viele Grüsse!
@Romy: Mit den von dir gewählten Objektiven müsste es schon gehen. Wichtig ist, dass bei deinem 50 mm Objektiv die Blende komplett geöffnet ist.
Das Schwierige bei der Sache ist der sehr kleine Schärfebereich. Es bedarf tatsächlich nur einen minimalen Bewegung und schon ist das Objekt nicht mehr scharf gestellt. Diese Konstruktion ist ja eigentlich schon kein Makroobjektiv mehr, sondern vielmehr ein Mikroskop. Es funktioniert am besten, wenn du mit einem Stativ arbeitest und das Objekt vorsichtig in den Schärfebereich bewegst.
Hallo Andreas,
herzlichen Dank! Hat super funktioniert, nun suche ich nur noch nach einer passenden Verbindung der 2 Objektive. Dazu brauche ich 2 Adapter – oder? Einer von 52 auf z.B.55mm und dann wieder von 55mm auf 52 oder habe ich da einen Denkfehler??? Mit dieser Konstruktion kann man so geniale Effekte erziehlen. Einfach nur geil und so günstig im Vergleich zu einem Makroobjektiv, sicher nur für Projekte geeignet die sich nicht bewegen aber trotzdem genial.
@Romy: Freut mich, dass es geklappt hat
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Für eine feste Verbindung braucht man meines Wissens Adapterringe und Kupplungsringe. Such einfach einmal mit den Begriffen in Google und vor allem bei Amazon. Da wirst Du bestimmt fündig werden.