Gastbeiträge sind ein Thema mit dem ich mich nur einmal kurz beschäftigt hatte. Damals erhielt ich eine Anfrage von einem befreundeten Blogger, ob ich nicht Lust hätte einen Gastbeitrag zu schreiben und er im Gegenzug, wenn ich das wollte, auch einen Beitrag für mein Blog erstellen würde.
Dies habe ich damals abgelehnt, da ich mein Blog als persönliches Blog gesehen habe und “fremden” Content als unpassend empfand. Ihr merkt wahrscheinlich schon am letzten Satz, dass sich meine Ansicht geändert hat. Mein Blog war anfangs zum Teil sehr persönlich. Es gab einige Beiträge zur Familie und den Kids, was ich aber aus verschiedenen Gründen stark reduziert habe.
Contra Gastbeiträge
Gastbeiträge können Stammleser verschrecken, wenn das eigene Blog ein rein persönliches ist. Damit meine ich Blogs in denen der Hauptinhalt aus persönlichen Gedanken, Erfahrungen und Empfindungen des Betreibers besteht. Dort ist die Bindung an die schreibende Person zu groß, so dass ein Gastbeitrag als Eindringling empfunden werden könnte.
So viel zum Thema Contra Gastbeiträge.
Pro Gastbeiträge
- Nutzen für den Gastgeber - Der Gastgeber erhält kostenlosen Content. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er auch neue Leser gewinnt, da der Gastschreiber womöglich im eigenen Blog einen Hinweis zum Gastbeitrag veröffentlicht.
- Nutzen für den Stammleser – Der Stammleser bekommt über den Gast einen frischen Schreibstil, eine neue Perspektive – also eine Abwechslung serviert.
- Nutzen für den Gastschreiber – Der Gast hat die Möglichkeit sich und sein Blog vorzustellen und über seinen Gastbeitrag neue Leser für das eigene Blog zu gewinnen. Der Effekt ist natürlich größer, wenn das gastgebende Blog bereits über eine gewisse Reichweite verfügt.
Wie ist eure Meinung? Würdet ihr Gastbeiträge für andere Blogs schreiben oder auch selbst im eigenen Blog veröffentlichen?
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Ich finde Gastbeiträge z.B. auch eine nette Zeit für Abwesenheitsphasen (Urlaub etc.). Warum da nicht mal andere zu Wort kommen lassen und den Lesern ein bißchen Futter liefern.
Grundsätzlich sage ich ja zu Gastbeiträgen, aber es kommt auch immer darauf an. Sollte natürlich inhaltlich ins Themenspektrum passen und die Stammleser nicht verschrecken
Man kann es eigentlich gut in deinem Artikel rauslesen. Die Vorteile von Gastartikel überwiegen meiner Meinung nach. Für Schreiber wie auch für den Blogger der den Beitrag veröffentlicht.
Wenn es thematisch passt würde ich definitiv Gastbeiträge veröffentlichen. Selbst welche zu schreiben ist eine andere Sache. Auch da bin ich nicht abgeneigt, aber die Zeit ist (leider) ein wichtiger Faktor und die nutze ich dann doch meist ganz egoistisch für meinen eigenen Blog.
Hallo Andy,
Gastbeiträge sind ‘ne feine Sache… wenn:
• der Gast sein Posting selbst einstellen kann
• es nicht vor Werbung trieft
• eine Win-Win Situation entsteht
• sich (wenn auch nur teilweise) das Portfolio ergänzt
Ansonsten machen Gastbeiträge wenig Sinn und wie man allgemein sieht, werden derlei “Einrichtungen” eingestellt, bzw. nicht mehr aktiviert.
Die Zahl der Presseportale, mit der Möglichkeit des freien Einstellens, sind in den letzten Jahren gigantisch angestiegen, sodass kaum noch Notwendigkeit für Gastbeiträge besteht.
Wer dauerhaft schreiben möchte und/oder sich dazu berufen fühlt, installiert sich ein Blogscript, oder verdingt sich auf einem MU-Server kostenlos.
lG
Lutz
Also das Contra ist schon “stark” aber mich würde es trotzdem nicht abschrecken, dafür überwiegen, bei deiner Argumentation eindeutig die Pros.
Habe ja selbst schon 2 Gastartikel bei mir bekommen und mich sehr drüber gefreut. Nur überhand sollte es nicht nehmen.
LG
Timo
Also wenn es themenmässig zu 50% passt, meinetwegen. Ich habe die Tage eine E-Mail Anfrage erhalten ob ich für ein Juristen Bewertungsportal einen Blogartikel auf meinem Blog schreiben möchte.
Habe dann geantwortet das es ohne Honorar dafür schlecht aussieht, wer arbeitet schon gerne für lau? Da kam dann der Vorschlag das der Portalbetreiber ja auch einen Gast Artikel auf meinem Blog veröffentlichen könnte.
Ich hab es dann dankend abgelehnt … und dann kam nochmals eine E-Mail das man im Gegenzug auf einem anderen Portal ja einen Bericht über mein Blog veröffentlichen könnte.
Ich habe nicht mehr drauf geantwortet.
Also ich habe bereits Gastbeiträge verfasst und auch schon welche auf meiner Seite eingestellt. War jedes Mal ein Gewinn für beide Seiten. Nur zu empfehlen!
Angenehmen Start in die Woche,
Alex
@all: Was die Themen betrifft, bin ich auch der gleichen Meinung wie ihr. Sie sollten schon annähernd zum eigenen Blog passen.
@Tanja: Zur Urlaubsüberbrückung sind sie natürlich auch ideal Wobei ich da das Problem sehe, auch ausreichend Gastbeiträge zu erhalten
.
@Piet:Yup, ich sehe da auch nur Vorteile für alle Beteiligten.
Man darf auch egoistisch sein und sich um das eigene Blog kümmern
.
@Lutz: Zu deinem Punkt 1 bin ich anderer Meinung. Ich finde es ist völlig ausreichend, wenn der Gast seinen Beitrag per Mail einreicht. Für einen einzigen Beitrag einen eigenen Account einzurichten halte ich persönlich für nicht notwendig.
Das Thema Werbung ist auch recht einfach zu handhaben. Der Gast schreibt einen Beitrag zu Thema XY, völlig ohne “Schleichwerbung”. Der Gastgeber hingegen fügt dem Beitrag eine kleine Einleitung hinzu, in der er den Gastschreiber und dessen Blog den Lesern vorstellt.
Die Presseportale und Artikelverzeichnisse sehe ich als interessante Alternative für Shopbetreiber etc. Gastbeiträge – so stelle ich mir das vor – sollten von anderen Bloggern kommen.
Selbstverständlich kann jeder ein eigenes Blog führen. Der Grundgedanke hinter Gastbeiträgen – auch wieder meine Meinung – sollte die bessere Vernetzung und Stärkung der Reputation sein. Hierbei erachte ich es auch als sehr wichtig, dass man gerade bei einem Beitrag für ein “fremdes” Blog ganz besonders auf eine gute Qualität achtet.
@Timo: Die Gastbeiträge in deinem Blog hatte ich gelesen und empfand sind nicht als störend – im Gegenteil. Das ist auch ein sehr wichtiger Punkt.
@Ralf: Von solchen Fällen habe ich auch schon gehört. Am Ende würdest Du keinen Content, sondern reinen Werbemüll erhalten. Auf so was geht wohl niemand ein.
Solche Mails zu ignorieren ist das Beste was man tun kann
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@Alex: Freut mich zu hören, dass Du damit bereits positive Erfahrungen gemacht hast und es sich tatsächlich für alle Beteiligten lohnt.
Die Win-Win Situation, die @Lutz schon angesprochen hat, muss auf jeden Fall gegeben sein.
Ich finde Gastartikel sind nicht verkehrt, wenn man mal im Urlaub ist um die ruhige Zeit zu Überbrücken. Aber das klappt nicht bei jedem Blog. Man muss schon eine große Leserschaft haben, damit auch Gastartikel geschrieben werden. Ich hatte auch mal zu Gastartikeln aufgerufen und da war die Resonanz gleich Null. Bei Caschy, oder Kwerfeldein wäre das kein Problem, wobei Caschy zusätzlich noch mit Gewinnen den GastBeitrag schmackhaft macht.
Gastbeiträge sind ein zweischneidiges Schwert.
Solche Beiträge können für den eigenen Blog eine wirkliche Bereicherung sein, mit Betonung auf “können”. Und zwar dann, wenn der Beitrag auch einen wirklichen Mehrwert für den Leser bietet. Auch wenn der Mehrwert nur im “interessant zu lesen” liegt.
Und genau hier liegt der Hund begraben. Der ein oder andere möchte natürlich möglichst viel (Eigen)Werbung unterbringen. Hier ist eine Autorenbox praktisch, in der der Gastautor seine Site, eventuell auch seine Leistung vorstellen kann, dann muss der Beitrag selbst nicht für Werbung verwendet werden.
Damit haben alle drei Seiten etwas: Der Autor hat seine Werbe- und Backlinkmöglichkeit im Autorenprofil, der Siteinhaber bekommt kostenlosen Content, die Leser erhalten (hoffentlich) einen interessanten Artikel aus einer neuen Perspektive.
Ich schreibe sehr gerne Gastbeiträge, zum einen um neue Leser anzulocken, aber auch um neue Erfahrungen zu machen, bzw. über Themen zu schreiben, die ich für meinen Blog unpassend finde!
Ich selber werde wohl eher keinen Gastbeitrag schreiben – wenn ich eine Idee habe, wird die bei mir erscheinen
Aber grundsätzlich spricht dem auf jeden Fall nichts entgegen… IdR sollte man durch sowas neue Leser anlocken können, auch wenn es nur eine handvoll ist.
@Thomas: Gastartikel zu verfassen käme für mich auch nur im Urlaub in Frage. Während des alltäglichen Berufs- und Familienlebens bleibt dafür keine Zeit
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Bei den beiden genannten Bloggern ist die Resonanz bestimmt schon aufgrund ihrer Leserschaft größer. Zum einen erreichen sie mehr Leser, zum anderen ist es natürlich verlockend mit einem Gastbeitrag über 10.000 Stammleser zu erreichen
@Burkhard: Natürlich soll der Beitrag ein Mehrwert für das Blog und die Leser sein. Werbebeiträge kann man im Vorfeld schon ausschliessen, da man sich vorab schon per Mail/ Messenger über den Inhalt und Ablauf unterhalten sollte.
Eine Autorenbox sehe ich nicht als notwendig. Das käme bei einem Co-Autor schon in Frage, aber für einen einzelnen Gastartikel? Da bevorzuge ich doch lieber die in meinem letzten Kommentar beschriebene Methode.
@Mac_BetH: Stimmt, ein zum eigenen Blog unpassendes Thema, welches einem unter den Fingern brennt, ist natürlich bestens für einen Gastbeitrag geeignet
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@Marc: Das ist voll OK
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Wenn man einen Beitrag bei den obern genannten Bloggern veröffentlichen könnte, wäre es bestimmt sogar mehr als nur eine handvoll
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Ich glaube, an meine Blogs lasse ich nur mich und WordPress. Die Frage ist wohl auch nur was für größere Blogs.
@Horst: “An meine Haut lasse ich nur Wasser und CD” – das kam mir bei deinem Kommentar direkt in den Sinn
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Übern Teich ist das fast schon standard. Kaum ist ein Blog erfolgreich, holt man sich Gastautoren ins Blog. Nun, die Betreiber brauchen bei der vielen Kohle die sie scheffeln auch mehr Freizeit, um das Geld wieder auszugeben
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Genau, daran hatte ich natürlich gedacht.
Ich hatte übrigens gerade wieder ein paar Einnahmen generiert und überlege im Moment, ob ich das Adsense-Programm nicht wieder aufnehme. Wenns wieder richtig laufen sollte, überlege ich mir das mit dem Co-Autor noch mal.
Einen schönen Sonntag wünsche ich dir. Hoffentlich hält sich das Wetter wenigstens ein bisschen.
@Horst: Adsense würde ich an deiner Stelle schon weiterlaufen lassen. Ich mag die Überweisungen ganz gerne
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Bei uns ist das Wetter nicht gerade bestens. Es ist trübe und es könnte jeden Moment zu regnen beginnen. Elendes Wetter…
Ich biin Inhaber einer Internetagentur in Hamburg und habe zwangsläufig mit diesem Thema eine Menge zu tun nur so richtig kan nich mich dennoch nicht auf eine Seite schlagen… es gibt immer wieder auch Kundenprojekte bei denen es von “Pro” ist soetwas zu nutzen und im zum Beispiel privatem Bereich bin ich eher Contra… Mal schauen ob meine Meinung sich weiter festigt. euch einen schönen Tag! Besten Gruß Michi