Die Wirtschaftskrise hat mich erwischt – Jobsuche?

Die Wirtschaftskrise hat seit ein paar Tagen nun auch direkte Auswirkungen auf mein Berufsleben. Bereits seit Dezember bin ich monatlich 2-3 Tage in Kurzarbeit. Seit Juni ist sind es gar 1 Woche pro Monat. Letztendlich war der Betrieb jetzt zu einer Umstrukturierung gezwungen. Die indirekten Arbeitskräfte müssen reduziert werden, sprich es wird in der Verwaltung abgebaut. Hiervon ist auch mein Arbeitsplatz als Koordinator des Ideenmanagments betroffen.

Nach meinem Urlaub, ab dem 17. August, werde ich wieder als Schichtmeister eingesetzt. Die Stelle hatte ich bereits zuvor jahrelang besetzt und so ist der Job nicht schwierig für mich. Damals verließ ich den Posten, da ich mit dem Aufgabenbereich total unterfordert war. 2 Jahre lang hatte ich im Anschluss die Stelle des Fertigungsleiters ausgeübt, um anschließend die Leitung unseres neu eingeführten Ideenmanagments zu übernehmen. Karrieretechnisch sehe ich die jetzige Entwicklung als Genickschuss. Meine Begeisterung hält sich mehr als in Grenzen und sonderlich motiviert bin ich auch nicht. Im Gegenteil, meine Gefühle sind mehr als gemischt und ich würde am Liebsten den Job hinschmeißen. Mit meinen 17 Jahren Berufserfahrung in der Branche und beim selben Arbeitgeber habe ich mir einfach mehr erwartet.

Da ich in allem lieber die positiven Aspekte betrachte, will ich mich auch nicht all zusehr beklagen. Andere Kollegen hat es schlimmer getroffen. So müssen einige aus den Dienstleitungsbereichen wie der Instandhaltung oder des Lagers, aktiv in der Produktion arbeiten. Für sie heißt es nach dem Urlaub an den Maschinen als Maschinenführer zu stehen. Alle werden das wohl nicht mitmachen und lieber den Betrieb verlassen. Für mich selbst kommt ein so drastischer Schritt in Hinblick auf meine Familie nicht in Frage. Derzeit strecke ich meine Fühler auf dem Arbeitsmarkt aus. Sollte sich ein gutes Angebot ergeben, so werde ich den Job wechseln. Die Jobsuche dürfte sich zur Zeit aber schwieriger gestalten, als sie es eh schon war.

Auswirkungen auf das Blog

Da ich die letzten Jahre nur auf der Frühschicht meinen Dienst tat, konnte ich mir immer viel Zeit für das Bloggen nehmen. Als Schichtmeister muss ich aber im Zweischichtbetrieb arbeiten und das wird auch Folgen für das Blog haben. Wenn ich Spätschicht habe wird meine Zeit mehr als knapp sein. Deshalb wird das Blogexperiment erst einmal auf Eis gelegt. Das bisschen Zeit das mir bleibt, möchte ich mir für dieses Blog hier aufheben. Es ist mein liebstes Kind, mit meinen lieb gewonnenen Stammlesern und das will ich nichts schleifen lassen.

Und wer jetzt einen guten Job für mich hat, nur her damit. Sehr gerne auch etwas im Web 2.0. Erfahrungen damit dürfte ich wohl ausreichend haben ;-) . Anbei: Mehr zu meinem beruflichen Werdegang gibt es bei Xing zu erfahren.

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15 Antworten zu “Die Wirtschaftskrise hat mich erwischt – Jobsuche?”

  1. Sei blo- froh das du noch deinen Job behalten darfst. Ich arbeite in einem sher gro-en Konyert als Vertriebsingenieur und wenn die Auftragslage so weiter geht hab ich echt auch Angst um meinem Job!! Hoffe die Wirtschaftslage verbessert sich bald. Bisher konnte ich leider noch nichts davon merken.

  2. Wir hatten letzte Woche Betriebsversammlung und ich kann von Glück reden, dass ich in ein Unternehmen arbeite, dass immer noch den Weg nach oben kennt und auch nichts von Umsatzeinbrüchen jammert. Heutzutage kann man wirklich froh sein, wenn man seine Job behält. Leider wird es die nächsten Monate weiter schlimmer werden und viele werden auch noch Ihren Job verlieren. Da sieht es dann entsprechend schlecht auf dem Arbeitsmarkt aus.
    Vielleicht findest du auch über dein Xing Profil einen Interessanten Job ;-)

  3. Ich habe keinen Zugang zu Xing – also kann ich da auch nicht reinschauen, aber mein Tipp ist einfach mal praktisch veranlagt: Schau dich mal auf dieser Seite (und den dort vorhandenen Links) um, evtl. ist was dabei, was dich interessieren könnte:

    http://www.uni-saarland.de/de/campus/service-und-kultur/dienstleistungen-der-verwaltung/stellenausschreibungen.html

  4. @Andy: Das klingt ja nicht positiv. Ich drücke dir die Daumen, dass dir dein Job erhalten bleibt.
    Bei uns scheint es derzeit wenigstens stabil zu bleiben und sich nicht weiter zu verschlechtern. Trotzdem wartet noch eine lange Durststrecke auf uns :-( .

    @hombertho: Schön, dass es bei euch gut läuft und Du nicht auch Gefahr läufst arbeitslos zu werden.
    Wo Du gerade von Xing sprichst. Da wollte ich gerade Dirk vom Kackblog eine Nachricht schicken. Das geht wohl nur mit dem Premium-Account :-( .

    @Kim: Danke dir für den Tipp. Ich schaue dort gleich einmal rein. Vielleicht findet sich ja was Passendes ;-) .

  5. Tipp – Gehe in die Lebensmittelindustrie. An denen ging die Wirtschaftskrise vorbei. Ich spreche aus Erfahrung, wir wissen mit der Arbeit nicht wohin. Allerdings muss ich auch Früh- und Spätschicht arbeiten, was dem Blog leider nicht zu Gute kommt.

  6. Sehr schade daß Du das Blogexperiment so schnell schon wieder aufgeben musst. Das hat mich persönlich sehr interessiert. Ich wünsche dir aber alles gute bei der Jobsuche und hoffe daß du das Experiment später wieder aufnimmst.

  7. Kopf hoch Andreas, momentan ist es für alle etwas schwierig. Aber im Leben geht es nun mal ruf und wieder runter. Ich musste vor kurzem einfach mal so 1.200€ für mein Studium aufbringen, glaub mir das war nicht ganz so einfach.

    Ich hab deinen Blog im FeedReader drin und werde gespannt auf neue Feeds warten. Ich warte solange wie es sein muss. Viel Glück und Kraft für alles.

  8. Da wünsch Ich Dir mal, dass du mit dem Blog demnächst so viel Geld verdienst, dass Du Deinen Job hinschmeissen kannst. Alternativ wird sich doch bestimmt ein Arbeitgeber unter deinen Lesern befinden…
    Ich drück Dir (und Andy) jedenfalls die Daumen, dass alles wieder gut wird.

  9. @Andi: Gegessen wird immer ;-) . Ich freue mich über eure gute Auftragslage.

    @Matti: Meine Prioritäten liegen nun einmal auf anderen Dingen. Ich werde es schon wieder aufgreifen,sobald ich ausreichend Zeit dazu habe.

    @Paul: 1200€ sind für mich schon kein Pappenstiel, für einen Studenten wahrscheinlich ungleich mehr.
    Hier wird es schon weiter gehen, nur die anderen Blogs lege ich fürs Erste auf Eis.

    @Lizzy: Job hinschmeißen und vom BLoggen leben hätte ja schon was. Das dürfte aber im deutschsprachigen Raum schwer, wenn nicht sogar unmöglich sein :-( .

  10. Da haben wir ja schon wieder was gemeinsam, auch wenn ich nicht ganz so lustig ist :-( Aber lass es uns positiv sehen, auf geht’s zu neuen Ufern, die hoffentlich nicht gar so fern sind.

  11. Kopf hoch Andreas! Die zeiten sind derzeit sicherlich nicht so prickelnd, aber jede Krise hat auch mal ihr Ende. Derzeit stehen die Zeichen ja gar nicht so schlecht, dass es wieder voran geht. Immer die alte Kaufmannsweisheit im Kopf behalten: Hoffe das Beste aber bereite dich auf das Schlimmste vor! Damit bin ich jedenfalls bisher ganz gut gefahren…

  12. @Crazy Girl: Ne, lustig ist es nicht, aber wie Du schon sagst, man muss es positiv sehen.

    @René: Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: “Hoffe und sei froh, es könnte schlimmer kommen.”
    Und ich hoffte und war froh und es kam schlimmer… ;-)

    Es wird schon wieder werden. In einem Jahr sieht alles schon wieder viel besser aus, sagt mir mein Bauchgefühl :-) .

  13. Ich glaube zu sehr an die Macht der Gedanken und die würde besagen, dass, so lange wir das negativ sehen, auch im Negativen hängen bleiben. Wer also was ändern will, der sollte das Ganze besser positiv sehen ;-)
    Ich gestehe mir immer meine kurze Phase Negativität zu, die ich gerne “Löwe muss Wunden lecken” (nach meinem Sternzeichen) nenne, und dann gehts auf zu neuen Ufern ;-)

Trackbacks/Pingbacks

  1. Marcus Knecht - 29. Jul, 2009

    Die Wirtschaftskrise hat mich erwischt – Jobsuche …: Die Wirtschaftskrise hat seit ein paar Tagen nun auch dir.. http://bit.ly/3LU3c

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