Der gemeine Bürofurz

Der Kassler am Vortag war richtig lecker und das Sauerkraut erst recht. Ne, bei einem vollen Teller konnte es nicht bleiben, ein zweites Mal gut nachgelangt, einfach köstlich! Zum krönenden Abschluss musste dann der Bohnensalat vernichtet werden. Das Dressing war köstlich und die feinen Zwiebelwürfelchen gaben ihm einen pikanten Geschmack. Das Mahl war vorzüglich, so vorzüglich, dass gegen Ende der Gürtel und der oberste Hosenknopf geöffnet werden mussten.

Der Tag danach oder vielmehr, wie vermiese ich den Bürokollegen den Arbeitstag. Grossraumbüros sind eine tolle Erfindung. Man darf wirklich alles mit den Kollegen teilen. Die privaten Telefongespräche mit der Schwiegermutter oder der Affäre, die Gummibärchen auf dem eigenen Schreibtisch und nicht zu unterschätzen die mitgebrachten Darmwinde. Morgens acht Uhr in Deutschland, man sitzt am runden Tisch und bespricht die wichtigsten Tagespunkte.

Und da ist sie auch schon da, die Retourkutsche des Sauerkrauts und der Bohnen. Du spürst wie sich langsam der Druck erhöht, ein gemeiner Zischer bahnt sich seinen Weg zum Licht. Du beginnst die Ar..chbacken aneinander zu pressen, wirst hippelig und schaust verzweifelt nach links und rechts. “Was tun?” sprach Zeus? Du weisst genau, es wird ein heisser Furz. Die sind zu 99% von der übelsten Sorte. Sie haben einen strengen Geschmack, er treibt Tränen in die Augen und die Kollegen werden laut “ABC-Alarm” rufen.

Deine Optionen:

  1. Lass ihn raus den Tiger (auf Samtpfötchen) und hoffe, dass ihn jeder am Tisch höflich ignoriert
  2. Ebenfalls ein heimlischer Schleicher. Sobald er seine Wirkung entfaltet, schau deinen verhassten Kollegen neben dir, ohne dass er es merkt, vorwurfsvoll an und schüttel leicht den Kopf. Der Rest der Runde wird ihn für den Täter halten. Gut gemacht!
  3. Die höfliche Tour: Entschuldige dich für einen Augenblick, entferne dich möglichst weit vom Büro und lass heraus, was keine Miete gezahlt hat.

Dass ich das hier nicht ohne Grund geschrieben habe, könnt ihr euch sicher denken. Da ich persönlich die oben beschriebene Mahlzeit sehr gerne geniesse, dürft ihr jetzt raten, welche der drei Optionen ich in der Regel wähle ;-) .

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5 Kommentare
  1. Markus says:

    Hhmmm, legger. Sauerkraut mit Kassler esse ich auch sehr gern. Nur lässt die Wirkung sich bei meist nicht so lange Zeit, die kommt schon wenige Stunden nach der Mahlzeit.

    Im handwerklichen Bereich kommt noch eine 4. Option dazu: Reiche Deinem Kollegen den kleinen Finger und sage: “Zieh mal!” :D Das Ergebnis scheint bei einigen meiner Arbeitskollegen zum “Guten Ton” zu gehören. Je lauter und länger, desto besser.

  2. Pingback: Andreas Majeres
  3. Andreas says:

    @Markus: Am kleinen Finger ziehen, das erinnert mich an meine Lehrzeit und den Grundwehrdienst. Da war das sehr beliebt. Vor allem die Gesellen empfanden das als nette Begrüßung für neue Azubis ;-) . Ja und der Furzcontest ist bei Handwerkern wohl standard. Da hat man sich die Augen aus dem Kopf gedrückt, nur um zu gewinnen.
    Würde mich doch interessieren, ob Frauen auch solche Ideen haben, wenn sie unter sich sind :mrgreen: .

  4. Rio says:

    Hmmm, zu deinen drei Möglichkeiten gibt es aber noch die Vierte. Und zwar wenn man mit mehreren zusammensitzt. Sofern es einem gelingt, das Flatulenzverbrechen lautlos zu begehen, schaut man einfach seinen Nachbarn an und sagt, macht nichts, hätt mir auch passieren können. Das muss aber passieren, bevor der ganze Raum kontaminiert ist :D

  5. Andreas says:

    @Rio: Das geht natürlich auch :mrgreen:

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