Als ich heute Mittag nach Hause kam, war ich noch ahnungslos. Als ich dann den Fernseher einschaltete sah ich die traurige Meldung. 16 Tote bei Amoklauf in Winnenden – ich bin noch immer fassungslos. Ein 17jähriger hat in der Albertville Realschule in zwei Klassenzimmern ein Massaker angerichtet. Weitere Menschen hat er wahllos auf seiner Flucht erschossen bis die Polizei ihn im Industriegebiet stoppen konnte. Dort wurde er während eines Schusswechsels mit der Polizei getötet. Nähere Informationen findet ihr auch bei Carsten, t-online.de und bild.de.
Ich stelle mir bei solchen Vorfällen immer gleich die Frage: “Wer hat hier versagt?”. Der junge Mann müsste doch in irgendeiner Weise bereits vorher auffällig geworden sein. Sei es in seinem Verhalten oder seinen Äusserungen. Das müssten doch Eltern, Freunde und auch die Lehrer bemerkt haben.
Den Eltern werden bereits schwere Vorwürfe gemacht. So gibt es im Elternhaus einen Waffenschrank mit einem Sortiment an Waffen. Der Waffenschrank war zudem sträflicherweise auch noch ungesichert. Die Eltern trifft in meinen Augen auf jeden Fall eine Teilschuld. Wäre der Täter nicht so einfach an Schusswaffen herangekommen, wäre es vielleicht nie soweit gekommen.
Weniger überrascht bin ich von dem Umstand, dass man die Schuld wieder bei den Egoshootern sucht. So lief eben noch im TV auf Phoenix eine Studie zum Thema. Ein Verbot der Egoshooter wird in den kommenden Tagen wohl wieder heiss diskutiert werden.
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Ich hab da heute auf der Arbeit von gehört. Um 6 erst die Meldung, dass in Amiland wieder ausgetillt ist, und 3 Stunden später dieses hier. Und zum Feierabend dann die noch unbestätigte Meldung, dass es in der Nähe von Winnenden zu einem 2. Amoklauf gekommen sei…
Es wird ja immer mehr von den Amis kopiert. Jetzt haben wir in Deutschland auch schon Massaker. Ich habe heute früh auch schon davon erfahren.
Ich bin zwar kein Ego Shooter Fan, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es damit überhaupt was zu tun hatte. Er war wahrscheinlich doch noch psychisch gestörtes verwöhnter Arschloch. Es schreit halt wieder ein Jugendschützer “Denkt doch einer einmal an die Kinder”
Sicherlich sind die Eltern mit verantwortlich. Erstens haben sie in der Erziehung versagt und zweitens wieso hat der Zugriff zum Waffenschrank gehabt? Ein Waffenbesitzer muss dafür sorgen, dass kein zweiter an die Waffen kommt.
Manche Nachrichten berichten, dass er sich selber erschossen haben soll und andere sagen, dass die Polizei ihm zur Strecke gebracht habe.
Die menschliche Psyche ist zu vielfältig und vielschichtig, um solche Taten alleine in der elterlichen Erziehung, dem Umfeld oder gar im Umgang mit Computerspielen (die Diskussion kommt natürlich auch wieder auf) zu suchen. Hätte es irgendjemand verhindern könne? Hätte es irgendjemand erahnen können? Im Nachhinein passen wahrscheinlich einige Puzzleteile zusammen, aber das Ganze zu erfassen oder sogar den Auslöser zu finden wird wohl niemals möglich sein.
Mein Beileid an alle Betroffenen.
So wie vorhin in den Nachrichten gesagt wurde, ließ in diesem speziellem Fall nicht darauf schließen, dass der Täter zu einer solchen Tat überhaupt fähig ist.
Das der Vater sich dafür verantworten muss, dem Junior Zugang zu den (legalen!) Waffen zu ermöglichen, steht dagegen außer Frage.
Vor diesem Hintergrund würde ich keine erneute Diskussion über Ballerspiele anregen, sondern mal die Sportschützen hinterfragen. Meiner Meinung nach verleitet nämlich das Vorhandensein der Waffen im Haus mehr zu solchen Taten, als es Ego-Shooter & Co. tun.
Schwere Frage nach dem “versagt” …
Ich habe vorhin in der ARD noch den Brennpunkt mit halbem Ohr verfolgt. Die Psycho-Profis finden es “interessant”, dass der Junge fast nur Mädchen/Frauen in der Schule erschossen hat.
Vielleicht also Probleme mit dem anderen Geschlecht, Liebe? Alles nur Spekulation…
Die Eltern… keine Ahnung, ein Vater mit 15 Waffen im Haus hat für mich persönlich auch irgendein Defizit.
Ich will mich aber nicht anmassen und jetzt den Eltern die Schuld direkt zuweisen. Dazu ist solch eine Tat sicherlich viel zu komplex.
Was jeder wohl von solchen Taten mitnehmen kann/soll:
Sich mit den Kindern/Jugendlichen mehr beschäftigen, in allen Beziehungen. Sei es Alltag, Sorgen oder die Zukunft, Perspektiven…
Die Diskussionen zu Ego Shootern und echte Waffen zu Hause wird jetzt wieder mächtig angeheizt. wird wieder viel geredet von der Regierung und mal schauen was dann alles so verboten wird…
Ich glaube, das Situationen wie diese, einzig allein von unserem Konsumverhalten geprägt sind. Für Geld gibt es alles. Um dem Konsumzwang immer gerecht werden zu können, geht die Sensibilität des Einzelnen verloren. Das Vorstellungsvermögen der heutigen Generation ist durch die Medien geprägt. Früher hatte man nicht die Vorstellungskraft, nicht die Möglichkeiten und wahrscheinlich auch nicht den Zwang eine solche Tat nach so einem Schema durchzuziehen. Der Coolnessfaktor “Waffe” war weitaus weniger ausgeprägt. Da hat man sich bei einem seelischen Tief eher selbst gerichtet. Heute ist man abgestumpft, da ist selbst ein Massaker nach Medienvorbild schon fast alltäglich…. und das wird leider noch schlimmer ….
Auch ich war geschockt, als ich bei uns in Östereich gestern Vormittag die Meldung hörte. Mein voller Beileid geht besonders an die Angehörigen. Man möchte sich gar nicht selber vorstellen, wäre sein eigenes Kind an der Schule……
Natürlich kommen jetzt die ganzen Diskussionen und Schuldzuweisungen im Nachhinein. Wobei, man kann da wirklich nicht nur die Schuld in einer Sparte ( z.B. Eltern oder Computerspiele) suchen.
Da spielten sicher mehrere Faktoren eine Rolle.
Was mir zu Denken gibt ist, wie kann man nur 18 LEGALE Waffen unversperrt Zuhause liegen haben?
Es ist eine wahnsinns Tragödie, die vielen Eltern auch wieder zu Denken geben sollte. Einfach mit ihren Kinder zu reden, sich für sie zu interssieren…..
@Markus: Die Meldung aus Amekika habe ich erst abends gesehen. Gestern war ein sehr trauriger Tag. Das die Waffen frei zugänig waren, werden sich die Eltern bestimmt ihr Leben lang vorwerfen.
@hombertho: Wie ich heute lesen konnte, war seine Tat wohl nicht abzusehen. Es ist auch sehr schwer in einen Menschen hineinzusehen.
@Dirk: Ich gebe dir Recht. Die Vielzahl der einzelnen Faktoren war für sein Umfeld bestimmt nicht als Ganzes erfassbar. Im Nachhinein lässt sich eventuell das Puzzle zusammensetzen.
Vielleicht war ich mit meinem Urteil etwas vorschnell.
@Marc: Das fast nur weibliche Opfer zu beklagen sind, hörte ich auch heute Morgen im Radio. Ob Zufall oder gewollt, werden die Ermittlungen vielleicht an den Tag bringen.
@Carsten: Die Diskussionen sind wieder am Laufen. Ich denke auch, dass dieses Mal die Regierung in irgendeiner Form auf das Thema Egoshooter eingehen wird.
@Franky: Ich denke weniger das es an einem Konsumverhalten mit Hilfe von Geld liegt. Eher tippe ich auf das Konsumverhalten “Gewalt”. Sie ist immer und überall präsent.
@Nila: Der Gedanke, dass das eigene Kind davon betroffen wäre, nicht auszudenken. Die Schuld an einer einzigen Sache festmachen funktioniert bestimmt nicht. Dazu gehört mehr, wie Du richtig angesprochen hast.
Und ja, gerade Gespräche zwischen Kindern und Eltern sind sehr wichtig!
Wie ich vorhin im TV hörte, hätten selbst die Nachbarn dem Jungen das nicht zugetraut. Er sei eben ein ganz normaler und unauffälliger Junge gewesen. Der hat seinen Schulabschluss gemacht und hatte eine Lehrstelle…
Man kann die Vermutung haben, er hat sich von der Meldung aus USA “inspirieren” lassen.
@Markus: Diesen Zusammenhang mit dem Vorfall in den USA, hatte ich auch schon in Erwägung gezogen. Aber wie ich eben in den Nachrichten sah, hat er seine Tat wohl bereits nachts in einem Chatroom angekündigt.
Nur hat es leider niemand ernst genommen….
bin immer noch geschockt,mein tiefes mitleid an alle eltern